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Fahrleitung



Die Eberswalder Obus- Fahrleitung ist ca. 44,6 km lang und nach dem sogenannten Lombard-System aufgebaut. Es verlaufen also zwei Fahrdrähte parallel zueinander. In Fahrtrichtung links verläuft der plusgepolte Fahrdraht, dementsprechend rechts der minusgepolte Fahrdraht.

Die Fahrleitung ist in einer Höhe von 5,50 m über der Fahrbahn aufgehangen. An einigen Stellen, z.B. in der Nähe von Verkehrsampeln, wurde die Fahrleitung auf 5,30 m über der Fahrbahn abgesenkt. Der Abstand der beiden Fahrdrähte zueinander beträgt 60 cm. Bei der neueren Fahrleitungsabschnitten mit Schrägpendelaufhängung beträgt der Abstand 70 cm.

Die Fahrleitung ist in 11 einzelne Speiseabschnitte unterteilt, die durch die drei Gleichrichterunterwerke mit Gleichstrom versorgt werden.

Speiseabschnitte der Eberswalder Obus-Fahrleitung


Der Fahrleitungsdraht besteht aus massivem Kupfer von 12 mm Durchmesser. Der Querschnitt des Fahrdrahtes beträgt 100 mm². Es handelt sich um AC-100-Cu-Breitrillen-Fahrdraht (DDR-Bezeichnung BRi 100). Der Fahrdraht ist also nicht rund sondern etwas bauchig oder abgeplattet ausgeführt.

Auf den neueren Fahrleitungsabschnitten mit Schrägpendelaufhängung ist ein sog. Zick-Zack vorhanden, auf den alten Fahrleitungsabschnitten nicht. In den technischen Zeichnungen der Fahrleitungen ist wohl eine derzeit nicht bekannte Gradzahl für die Schrägpendelaufhängung angegeben. In der Praxis wird da aber wohl nicht mit dem Winkelmesser nachgemessen.

Der Abstand der Oberleitungsstützpunkte (sprich: Fahrleitungsmaste, Wandanker) beträgt auf alten Fahrleitungsabschnitten mit Betonspanner bis 50 m, auf den neueren Fahrleitungsabschnitten mit Schrägpendelaufhängung 27 m. Entsprechend den örtlichen Gegebenheiten wie Bebauung, Bäume, Laternenmasten usw. ist das aber in der Praxis sehr unterschiedlich.

Das Foto zeigt die Fahrleitung der Wendeschleife an der Endhaltestelle Ostend:

Wendestelle Ostend


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